Das Restaurant

Das Gasthaus wird heute mit viel Herzblut von Vitto Laubscher und seinem Team unter dem Namen „Schwiizer Pöschtli“ geführt.

Die Gaststube, die ihre Ursprünglichkeit durch den Umbau nicht verloren hat, bietet rund 40 Gästen Platz zur Befriedigung sämtlicher kulinarischen Bedürfnisse, vom feinen Nachtessen über den Znüni, den Zvieri, den Lunch. Oder einfach zum Feierabend-Bier oder Apéro; am grossen oder kleinen Tisch oder am Chef’s-Table mit acht Plätzen.


Das Schmuckstück ist der ehemalige Postschalterraum, ein kleines Stübli mit dem Namen „8911“. Dass die 19 Plätze oft ausgebucht sind, sagt alles über die Beliebtheit dieser Stube.

Für Theater und Konzerte steht der grosszügige, mit professioneller Technik ausgerüstete Bankettraum zur Verfügung, in dem 110 Personen kulinarisch verwöhnt und mit Theater und Musik unterhalten werden können.

Zur Ergänzung von Restaurant und Saal gibt es heute sechs individuell eingerichtete Doppel-Zimmer mit Nasszelle, jedes einzigartig gestaltet. Eines davon ist als Studio mit Kochnische ausgerüstet. Dieses Hotelangebot erfreut sich einer grossen Beliebtheit. Ob ausländischer Besuch von Familien im Dorf, Aussendienstmitarbeitende, die das Individuelle schätzen oder Gäste, die den Weinkeller geniessen wollen, ohne ans Autofahren denken zu müssen: Es gibt viele Gründe, die für eine Übernachtung im „Schwiizer Pöschtli“ sprechen.

 

Die Liegenschaft

Das stattliche Haus mit seinen für das Säuliamt traditionellen Klebdächern an der Giebelfront hat eine mehr als zweihundertjährige Geschichte. Sich den stets wandelnden Bedürfnissen seiner Besitzer und seiner Zeit anpassend wurde es oft um- und ausgebaut. Als die Genossenschaft das Haus übernahm, war schon seit längerer Zeit nur das Nötigste gemacht worden. Fünf verschiedene Heizquellen, wovon drei Kachelöfen, dienten als Wärmespender im Winter.

 

Der erste Stock war unbewohnbar und die Wohnung im zweiten Stock nur über die Gaststube erreichbar. Zudem entsprach das gesamte Stromnetz nicht mehr den aktuellen Sicherheitsvorschriften. Zwei von drei Architekten, die einen ersten Augenschein vor Ort genommen hatten, sahen betriebswirtschaftlich keine realistische Möglichkeit zur Renovation und empfahlen den Abbruch. Nicht so der dritte Architekt. Ueli Arbenz bereitete nach einer sorgfältigen Bestandesaufnahme einen Architektur-Wettbewerb vor, den Oliver Guntli gewann und anschliessend mit dem Umbau beauftragt wurde. Geführt und unterstützt von einer kompetenten Baukommission gelangen Umbau und Renovation bestmöglichst.

 

Das Haus hat seinen Charme nicht nur erhalten, sondern mit dem heimelig-eleganten neuen Stübli „8911“ ausgebaut. Durchdachte Stahl- und Bachsteinkonstruktionen verbinden und integrieren auf gelungene Art Alt und Neu und bieten die Grundlage für den erwarteten Standard eines traditionellen Gasthauses im 21. Jahrhundert. Das konsequent geführte Kostenmanagement hat letztlich die Grundlage geschaffen, dass das Gasthaus heute wieder schwarze Zahlen schreibt. Mit der Wiedereröffnung war allerdings die Renovation noch lange nicht abgeschlossen. Einmal rinnt das alte Flachdach, dann klappert die in die Jahre gekommene Lüftung ... wir halten alle die Daumen gedrückt, auf dass die grossen Renovations-Brocken uns erst dann zufallen, wenn die entsprechenden Rückstellungen aufgebaut sind.


Nicht nur der laufende Unterhalt hält den Vorstand auf Trab, auch die Nutzung der neu zugekauften Kubatur unter gleichem Dach will geplant und realisiert sein. Unseren Statuten entsprechen soll es darum gehen, zusätzliche Räume zu gestalten, die dem Gasthaus dienen oder sein Angebot ergänzen. Was dies genau sein soll, werden wir erst wissen, wenn wir genügend Erfahrung aus dem aktuellen Angebot gesammelt haben.

 

Der Garten

2018 wurde die Neugestaltung der Gartenanlage fertiggestellt. Herzstück des neuen Gartens sind zwei ausgewachsene, stolze Platanen. Sie wirken so, als hätten sie schon immer im Garten gestanden. Doch das ist bei weitem nicht so. In einer aufwändigen Verpflanzungsaktion wurden die Platanen im November 2017 vor dem Pöschtli eingepflanzt und fanden nach sechsjähriger Heimatlosigkeit endlich ihre neue Bestimmung. 

Die Geschichte der Bäume beginnt 1982, als diese vor dem damaligen Restaurant Schwanen in Ebertswil gepflanzt wurden. Dort beschatteten sie den Garten des Restaurants und sorgten für eine lauschige Atmosphäre. Als 2010 die Liegenschaft des Restaurants Schwanen abgerissen wurde, setzte sich der Besitzer der Baumschule Reichenbach für die Rettung der Bäume ein. In grossen Ballen standen die beiden Riesen etwas verloren herum und mussten sechs Jahre warten, bis sie wieder eine neue Heimat fanden.

Die Genossenschaft ist sehr stolz, die „Schwanenbäume“ im Garten ihres Gasthauses beherbergen zu dürfen. Der Kauf konnte dank diversen grosszügigen Spenden realisisert werden.

 

Der Wirt

Von Anbeginn war klar: Den richtigen Wirt zu finden ist der Match-entscheidende Faktor für den Erfolg des wieder eröffneten Restaurants. Die Suche war nicht einfach. Die passende Person musste Gastgeber, Küchen-Chef und Unternehmer in einem sein und in allen Disziplinen eine hohe Leistung bringen. Ausserdem sollte das gastronomische Konzept zum Haus passen. 


Vitto Laubscher ist in diesem Sinne ein Glücksfall für uns ... und hoffentlich sind auch wir ein Glücksfall für ihn! Der gastronomisch sehr erfahrene Vitto fühlt sich in seinem „Schwiizer Pöschtli“ der gut bürgerlichen Schweizer-Küche verpflichtet. Nebst den Ganz-Jahres-Klassikern passt sich seine Karte den saisonalen kulinarischen Gegebenheiten an. Die verarbeiteten Rohprodukte müssen bester Qualität und frisch sein, damit sie Zugang zu Vittos Küche finden. Und die Grundlagen der feinen Saucen haben oft 20 Std. und mehr langsam vor sich hin geköchelt, bevor sie auf den Teller kommen. Auch die Weinkarte ist gut assortiert und auf die Küche abgestimmt.  Vitto gehört zu den seltenen Menschen, die gleichermassen Freude am Kochen wie auch am Empfangen von Gästen hat. Nicht nur in diesem Sinne ist er ein Unikat. Nach der Wiedereröffnung wollten alle wissen, wie man denn beim neuen Wirt im Pöschtli isst. Die meisten, die gekommen sind, wollen es immer wieder von Neuem wissen. Aus diesem Grund lohnt es sich, für den Abend in der Gaststube, im 8911 oder im Garten rechtzeitig zu reservieren, da oft alle Plätze besetzt sind.