Genossenschaft Restaurant Post Rifferswil

Rettung und Umbau des Pöschtli

 


2014 bis 2015: Die Suche nach Geld und Wirt

Geld: Die Genossenschaft fand zwischen den Generalversammlung 2014 und 2015 nicht weniger als 170 Personen, die einen Anteilschein kauften. Die Überzeugungsarbeit hatte sich bezahlt gemacht, Wohlwollen und ein bisschen Glück waren auch dabei. Daneben wurde natürlich mit den Banken verhandelt.

Wirt: Einen Wirt zu finden, der das von uns erwartete Niveau hatte, erwies sich als schwierig. Schliesslich wollten wir aus dem neuen Pöschtli weder eine Pizzeria noch ein Thai-Restaurant machen. Zahlreich Bewerbungen sind eingegangen und haben uns auch Nerven gekostet. Die Wahl fiel auf Vitto und Elvira Laubscher. Wann die neuen Wirte das Pöschtli in Betrieb nehmen würden, wollten sie aber lange nicht offenlegen.

Umbau: Die ersten Pläne mussten massiv gekürzt und jeder Rappen zweimal umgedreht werden.  Lüftung und Böden mussten dringend saniert, der Zugang zum Haus völlig neu erschlossen werden. Das alte Treppenhaus war nicht mehr zu gebrauchen, und der geplante Lift konnte erst Ende 2015 bestellt werden, als genügend Geld beisammen war.

Kultur: Es fand der erste „zwischenTanz“ statt, der zu einem Riesenerfolg wurde und das Ziel der Kommission „Kunst und Kultur“ herausstrich: Kulturschaffenden im Dorf und der engeren Region eine Plattform  bieten.

Blick in die Zukunft: Das wichtigste Ziel war nun, die Beiz so schnell wie möglich zu eröffnen. Aber der Blick nach vorn ging deshalb nicht verloren: An der GV und in Gruppen wurde rege diskutiert, ob die Räumlichkeiten der Metzgerei dereinst übernommen und in den Betrieb integriert werden sollen.


 
 

2015 bis 2016: Fronarbeit, Eröffnung und der erste Hèrdöpfel

Bau: Der Umbau lief auf Hochtouren bis kurz vor der Eröffnung. Neben den hervorragenden Arbeiten diverser lokaler Handwerker haben auch viele Mitglieder der Genossenschaft mit Fronarbeit mitgeholfen - durch Abschleifen von Stühlen und Tischen oder bei der Endreinigung nach dem Bau.

Restaurant: Der Druck auf Vitto Laubscher, das Pöschtli endlich in Betrieb zu setzen, stieg von Tag zu Tag. Doch dieser liess sich nicht drängen. Bis eines schönen Septembertages die Beiz plötzlich offen war. Ohne Vorankündigung. Schnell sprach sich die Wiedereröffnung herum, und schon bald wurde das Restaurant wieder intensiv besucht.

Geld: Weitere Genossenschaftsanteile und eine gute Basis bei den Banken ermöglichten, dass der Lift trotzdem eingebaut werden konnte.

Kultur: Die Kulturkommission der Genossenschaft formierte sich und gab sich den Namen „Riferschwiler Hèrdöpfel“. Sie definiert ihre Ziele klarer und bestimmt drei Anlässe, die sie unter diesem Label laufen lassen will. Der erste Anlass, der unter dem Namen „Riferschwiler Hèrdöpfel“ stattfand, ging im Januar 2016 über die Bühne und drehte sich auch kulinarisch rund um die Kartoffel.

Beschluss zum Kauf der Metzg an der GV 2016: An der GV 2016 wurde beschlossen, dass die Metzg dereinst im Jahr 2017 gekauft werden soll. Dies, damit das gesamte Gebäude in der Hand der Genossenschaft liegen wird. Was genau mit dem Hausteil dann gemacht werden soll, wird die Zukunft zeigen.


 
 





 

2016 bis 2017: Finanzen im Lot, das Pöschtli läuft, die Metzg ist gekauft

Bau: Nach der Inbetriebnahme gab es noch einige Mängel zu beheben. Zudem musste der Spielplatz neu gestaltet und den Anforderungen der BfU angepasst werden. Die definitive Gartengestaltung wird nach der Umgestaltung des Dorfplatzes erfolgen. Denn durch die neue Linienführung der Strassen wird auch der Garten eine leicht neue Geometrie bekommen.

Metzgerei: Im März 2017 konnte der Kauf der Metzgerei besiegelt werden. Armin Meier schloss nach Jahrzehnten Metzgereibetrieb die Ladentüre und übergab der Genossenschaft den Schlüssel. Vorerst bleiben die Räumlichkeiten so wie sie sind, mit nur wenigen Anpassungen. Erst wenn die Genossenschaft eine griffige Strategie und fundierte Pläne entwickelt hat, wird investiert.

Geld: Die Genossenschaft ist finanziell sicher abgestützt. Die langfristige Entwicklung hängt davon ab, ob es gelingt, weitere Mitglieder zu gewinnen. Einerseits benötigt die Genossenschaft neue Mittel für die Umsetzung der Pläne mit dem neu gekauften Hausteil (Metzg).

"Riferschwiler Hèrdöpfel": Es fanden drei Anlässe unter der Federführung der Kulturkommission statt.
    •    zwischenTanz im Juni 2016: mit zwei lokalen Bands
    •    Nebelspalten im November 2016 mit dem Duo Carrouge und kulinarischer Untermalung von Vitto
    •    Januarloch 2017: Verabschiedung von Armin und Spile Meier mit einem Winterässe

Die Raiffeisenbank konnte als langfristiger Sponsor gewonnen werden.

Schwiizer Pöschtli: Der Restaurationsbetrieb läuft gut. Insbesondere die neue Gaststube im alten Postschalterraum (Vitto nennt sie „8911“) ist sehr oft ausgebucht. Das Restaurant ist wieder ein Treffpunkt für Handwerker während der Znünipause und Geschäftsleuten am Mittag geworden, aber auch für Vereinstreffen, das Feierabend-Bier, Familienfeste und für die regionalen Rotarier ist das Schwiizer Pöschtli, wie es neu heisst, zu einem beliebten Restaurant geworden.